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AUFBEREITUNG DES ERZES

In alter Zeit wurde das taube vom Hältigen Gestein direkt vorm Stollen sortiert und gewaschen, sofern Wasser vorhanden war. Es wurde dann zu den jeweiligen Pochwerken und weiter zu den Hütten transportiert. Es gab entlang des Nötscherbaches in Richtung Westen einige Pochwerke und Hütten (Heinrich-Hütte, Tanzer-Hütte, Amerikaner-Hütte, Jakomini-Hütte, Spitaler-Hütte, Lindersberger-Hütte), ebenso in Richtung Osten, diese wurden mit dem Wasser des Weißenbaches angetrieben (Putzhütte, Fugger-Hütte). Einzig und alleine das Erlach Pochwerk mit angeschlossener Hütte wurde von dem Erlachbach angetrieben. Es waren auch noch einige Schmieden über das Tal verteilt aber da wollen wir nicht näher darauf eingehen. Wollen wir nun näher auf das Verhütten des Erzes eingehen, wie schon erwähnt wurde das Erz am Stollenmundloch ausgeklaubt und sortiert, danach mit einem Hammer, seltener in wasserbetriebenen Pochwerken oder Erzquetschen zerkleinert. Dies führte dazu, dass nur ein Teil des Erzes aussortiert werden konnte. Der Rest landete auf den Halden bzw. wurde mit dem Bachwasser fortgeschwemmt. Eine effiziente Aufbereitung erforderte Kapital zur Errichtung der Pochhämmer und die Möglichkeit, Bäche zu nutzen. Erst das Nasspochen, wahrscheinlich um 1560 von den Fuggern in Bleiberg eingeführt, verhinderte den großen Metallverlust durch die Flugstaubentwicklung. Erst in der zerkleinerten Form des Erzes konnte es der Hütte (Ofen) zugeführt werden. Der Kärntner Ofen arbeitete mit einem einfachen Röstprozess, wobei das Röstgut durchgerührt und das Blei im darunter liegenden Tiegel aufgefangen wurde. Betrieben wurden die Öfen mit Scheitholz. Durch die Hitze wurde der Schwefelgehalt des Bleiglanzes (PbS) ausgetrieben, eine wüste Umweltverschmutzung, denn der Schwefel ging als SO2 in die Luft und zerstörte in der unmittelbaren Umgebung die Wälder, soweit sie durch den Grubenbetrieb ohnehin nicht gerodet waren. Nach dem Röstvorgang lag nun Bleioxid vor. Dieses Oxid wurde durch den Schmelzvorgang in einem weiteren, speziellen Ofen mit Holzkohle reduziert und es bildete sich elementares Blei. Das Trennen des Erzes vom tauben Gestein und die Erzeugung verhüttungsfähiger Konzentrate ist die Aufgabe eines Aufbereitungsbetriebes. Dies musste man auch in der Vergangenheit tun, aber es war eine arbeitsaufwändige und trotzdem, von der Erzausbeute her gesehen, verlustreiche Tätigkeit. Dies beweisen alte Halden, die nun nochmals verarbeitet wurden, um das restliche Blei- und Zinkerz, aufgrund verfeinerter Methoden, zu gewinnen. Seit 1971 arbeitete man zunächst über eine Sink Schwimmanlage ( Schwertrübe Aufbereitung ), wobei durch einen Abstoß von 36 Gewichtsprozenten als Schwimmgut ( grobkörniges Taubmaterial ) eine entsprechende Vorkonzentration erreicht wurde. Das angereicherte Sinkgut sowie das Feinkorn wurden einer Flotationsanlage aufgegeben. In der Flotationsanlage wurden durch Ausnützung der Oberflächeneigenschaften bzw. ihre Beeinflussung durch bestimmte Chemikalien die feingemahlenen Mineralteilchen trotz ihres höheren spezifischen Gewichtes durch Anhaften an Luftblasen im Wasser zum Schwimmen gebracht und dadurch abgesondert. Das so erhaltenen flüssige Konzentrat wurde über vacuumbetriebene Trommeln geschickt wobei das Wasser durch einen Filter abgesaugt wurde, somit erhielt man ein fast trockenes Konzentrat. Dieses wurde danach per LKW nach Arnoldstein gebracht und dort weiterverarbeitet.

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Video von der Aufbereitung

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